Marginalisierung der Landwirtschaft, verbunden mit Bewirtschaftungsaufgaben landwirtschaftlicher Flächen und der Ausdehnung der Waldflächen, führt zu wesentlichen Änderungen der Land(wirt)schaft. Der Beitrag untersucht am Fallbeispiel zweier oberösterreichischer Katastralgemeinden (Trattenbach in Ternbeg und Prandegg in Schönau), auf der Maßstabsebene von Einzelparzellen, welche sozioökonomischen und biophysikalischen Faktoren einen Rückzug aus der agrarischen Flächenbewirtschaftung fördern. Landschafts- und Parzellencharakteristika wie Exposition und Bodenbonität spielen im Entscheidungsprozess über die künftige Flächennutzung ebenso eine hochsignifikante Rolle, wie auch sozioökonomische (Erwerbsform, Arbeitskapazitäten, Hofnachfolge, Alter, ÖPUL-Teilnahme) Faktoren. Ziel des Forschungsvorhabens war es, ein GIS-gestütztes Verfahren zu entwickeln, welches es ermöglicht, jenes Risiko abzuschätzen, mit dem Agrarflächen in Zukunft aus der agrarischen Nutzung fallen.

